Keramik- und Folienkondensatoren tragen statt des Werts einen kurzen Code. Gib die Beschriftung hier ein, etwa 104, 473J oder 4n7, und du bekommst die Kapazität in Pikofarad, Nanofarad und Mikrofarad – dazu die Toleranz, falls ein Buchstabe dabeisteht.
Oder gib einen Wert ein (100n, 0,1 µF, 4,7 nF) und sieh, welchen Code du beim Bestellen oder Ersetzen suchen musst.
So geht's
- Gib den Code so ein, wie er aufgedruckt ist. Der Buchstabe am Ende (J, K, M …) ist die Toleranz; eine Zahl in einer zweiten Zeile ist meist die Spannungsfestigkeit, etwa 100V.
- Lies den Wert in allen drei Einheiten ab: 100 nF und 0,1 µF sind derselbe Kondensator.
- Um den Code für einen Wert zu finden, gib ihn ins zweite Feld ein und wähle die Einheit.
- Beim Ersetzen behältst du die Kapazität bei und nimmst die gleiche oder eine höhere Spannungsfestigkeit.
So funktioniert der 3-stellige Code
Die ersten beiden Ziffern sind der Wert, die dritte ist die Anzahl der Nullen – immer in Pikofarad. 104 ist 10 mit vier Nullen: 100 000 pF, also 100 nF oder 0,1 µF. 222 ist 2 200 pF, also 2,2 nF. Ist die dritte Ziffer eine 8 oder 9, wird mit 0,01 bzw. 0,1 multipliziert: 479 ist 4,7 pF.
RKM-Code und Toleranz
Codes wie 4n7, n47 oder 2u2 nutzen den Einheitenbuchstaben als Komma: 4,7 nF, 0,47 nF und 2,2 µF. Toleranzbuchstaben: F ±1 %, G ±2 %, J ±5 %, K ±10 %, M ±20 % und Z +80 %/−20 %. Unter 10 pF stehen B, C und D für ±0,1, ±0,25 und ±0,5 pF.
Elektrolytkondensatoren (Elkos)
Bei Elkos ist der Wert direkt aufgedruckt, etwa 100 µF 25 V. Der Streifen mit den Minuszeichen markiert den Minuspol: Falsch herum eingebaut kann ein Elko platzen.