SMD-Widerstände sind zu klein für Farbringe, deshalb ist ein kurzer Code aufgedruckt. Gib ihn ein, etwa 103, 4R7, 1002 oder 01C, und du bekommst den Widerstandswert und das Kennzeichnungssystem dazu.
Es geht auch umgekehrt: Gib einen Wert ein und sieh, wie er in jedem System aufgedruckt wird. Praktisch, wenn du auf einer Platine einen Ersatz suchst.
So geht's
- Gib den Code genau so ein, wie er aufgedruckt ist, mit Buchstaben. Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle.
- Lies Wert und Code-Typ ab. 3-stellige Codes stehen meist für ±5 %, 4-stellige und EIA-96-Codes für ±1 %.
- Um den Code für einen Wert zu finden, gib ihn ins zweite Feld ein, zum Beispiel 10k oder 4,7.
- Wird der Code nicht erkannt, liest du ihn vielleicht auf dem Kopf: Auf einem winzigen Bauteil sehen 601 und 109 gleich aus. Eine Lupe oder die Handykamera mit Zoom hilft.
3- und 4-stellige Codes
Die letzte Ziffer gibt die Anzahl der Nullen an, die Ziffern davor sind der Wert. 103 ist 10 mit 3 Nullen: 10 000 Ω, also 10 kΩ. 4702 ist 470 mit 2 Nullen: 47 kΩ. Das R steht für das Komma: 4R7 ist 4,7 Ω und R10 ist 0,1 Ω.
EIA-96-Codes
Kleine 1-%-Widerstände (Bauform 0603 und kleiner) tragen zwei Ziffern und einen Buchstaben. Die Ziffern sind eine Position in der E96-Tabelle (01 = 100, 02 = 102 … 96 = 976), der Buchstabe ist der Multiplikator: Z ×0,001, Y oder R ×0,01, X oder S ×0,1, A ×1, B oder H ×10, C ×100, D ×1 000, E ×10 000 und F ×100 000. 01C ist also 100 × 100 = 10 kΩ.
Null Ohm und Bauteile ohne Aufdruck
Steht 0, 000 oder 0000 drauf, ist es ein Null-Ohm-Widerstand, der als Brücke dient. Ab Bauform 0402 und kleiner haben Widerstände meist gar keinen Aufdruck; den Wert erfährst du dann nur durch Messen.